DFC Highlights im April

Highlights im April: Benefizkonzert und Selbsthilfegruppe

Der April 2017 hatte es in sich. Vom Wetter her kalt und regnerisch hielt er für unser DFC Waldfriede doch zum Glück viel Sonne und einige Highlights wie Benefizkonzert und Selbsthilfegruppe bereit. Davon sowie von einigen anderen Ereignissen der letzten Wochen möchten wir Euch in unserem Blog berichten.

Fangen wir mit dem ersten Tag des Monats an. Am 1. April war es wieder soweit. Der Groove Choir aus Lichterfelde hat zum 3. Benefizkonzert zugunsten des Desert Flower Center Waldfriede in die Kapelle des Krankenhauses Waldfriede eingeladen.

Zu den 200 Gästen im vollbesetzten Saal gehörten der Vorstand des Krankenhauses Waldfriede, Herr Quoß, mit seiner Gattin sowie Frauen aus der Selbsthilfegruppe des Desert Flower Center. Leider konnten weder Dr. Cornelia Strunz noch Chefarzt Dr. Roland Scherer das Konzert hautnah miterleben. Frau Dr. Strunz war am 1. April in München zur 5. Jahrestagung der Gesellschaft für ästhetische und rekonstruktive Intimchirurgie Deutschland e.V. eingeladen. Die Gelegenheit, den Teilnehmern der Tagung unser Desert Flower Center vorzustellen, konnte sie sich nicht entgehen lassen. Chefarzt Dr. Roland Scherer gehörte an diesem Tag zu den Teilnehmern des 43. Deutschen Koloproktologen-Kongresses, der vom 30. März bis 1. April 2017 ebenfalls in München stattfand.

Der Chor zog beim Benefizkonzert alle Register

Unter der Leitung von Miriam Reich brachte der Groove Choir den Saal der Adventgemeinde Waldfriede zum Grooven und Mitsingen. Leon Glauning (Piano und Cajón) und Christopher Prinz (Cajón) sorgten für die instrumentale Begleitung der Sängerinnen und Sänger.

Für alle, die nicht dabei sein konnten, seien hier wenigstens die Songtitel genannt, die am Abend erklangen. Gäbe es mehr Stühle im Großen Saal, dann wären auch diese mit Sicherheit allesamt besetzt gewesen. Weit mehr Zuschauer als möglich hätten sich am 1. April gern auf den Weg ins Krankenhaus Waldfriede in die Argentinische Allee gemacht.

Das Programm: In The Mood (Glenn Miller) | Haus Am See (Peter Fox) | Someone Like You (Adele) | Purple Rain (Prince) | Mr. Sandman (The Cordettes) | Eye Of The Tiger (Survivor) | If I Ain’t Got You (Alicia Keys) | Valerie (Amy Winehouse) | Hallelujah (Pentatonix) | Bad (Michael Jackson) | Don’t Worry, Be Happy (Bobby Mc Ferrin) | All Of Me (John Legend) Don’t Stop Me Now (Queen). Bis auf den Song Haus Am See (Arrangement Bernhard Hofmann) wurden alle Songs von Chorleiterin Miriam Reich für Chor eingerichtet. Die Groove Sisters Johanna Bork, Carmen Marx und Petra Roos, die ebenfalls beim Benefizkonzert zu hören waren, haben sich im Groove Choir kennengelernt und singen seit 2015 auch als Trio unter der musikalischen Leitung von Miriam Reich.

Der Chor hat übrigens ein tolles Motto:
„If you can walk – you can dance! If you can talk – you can sing!“

Ein Benefizkonzert mit großer Wirkung

Nachdem die letzten Töne des Konzertes verklungen waren, konnten die Gründer des Chores, Familie Wildenhayn, Spenden über 2.265,40 EUR einsammeln, die nun den von FGM betroffenen Frauen zugutekommen. Den Scheck hat uns Frau Wildenhayn persönlich am 12.04.17 im Krankenhaus Waldfriede überreicht.

Bevor wir zu einem weiteren Thema des Monats April kommen, sollen hier noch einige Worte zum Konzept des Chores gesagt sein. Der Groove Choir geht auf eine Initiative der Familie Wildenhayn zurück und wurde von ihr 2012 gegründet. Die Chormitglieder sind keine Berufsmusiker, sondern 65 musikbegeisterte Enthusiasten mit viel Herz für soziales Engagement. Die sangesfreudigen Frauen und Männer sind zwischen 20 und 70 Jahre alt, treffen sich regelmäßig, stimmen zu ihrer eigenen Freude Pop, Soul und Jazz an und treten immer wieder für wohltätige Zwecke auf. Die musikalische Leitung des Groove Choir hat die Sängerin und Gesangs-Pädagogin Miriam Reich inne. Die Organisation dieser und vieler anderer Aktivitäten des Chores liegt in den Händen von Marion, Pina und Uwe Wildenhayn.

„Wichtiger als stures Erarbeiten von musikalischer Literatur ist es mir, Musik intuitiv und mit dem ganzen Körper zu erfassen und zu produzieren. Einen Song nicht nur zu singen, sondern  zu fühlen … Schiefe Töne sind dabei erlaubt und musikalische Vorbildung und Notenkenntnisse nicht erforderlich“, so fasst Miriam Reich ihr Konzept auf ihrer persönlichen Website zusammen.

Das 29. Treffen der DFC Selbsthilfegruppe

Auch am 22. April 2017 war das Wetter nicht auf unserer Seite. Wie man unschwer an unserem Teamfoto erkennen kann, kamen wir ziemlich fröstelnd und frierend beim 29. Treffen der Selbsthilfegruppe im PrimaVita an.

v.l.n.r.: Dr. Conny, Evelyn, Nicole, Farhia

Aber wenn man mit Frauen aus Somalia, Gambia, Kenia und Guinea den Nachmittag verbringt, dann wird es warm und herzlich! Nach etwas längerer Anlaufzeit waren wir gegen 15:00 Uhr komplett und konnten mit unserer üblichen Vorstellungs- und Informationsrunde starten. Etwa 30 Frauen waren unserer Einladung gefolgt, unter ihnen sechs neue Gesichter.

Es ist wundervoll anzusehen, wie schnell die regelmäßigen Teilnehmerinnen unserer Selbsthilfegruppe die neu Hinzukommenden integrieren. Auch der Austausch von Informationen über unser Angebot kam schnell in Gang, so dass alle neuen Teilnehmerinnen sich noch beim Treffen der Gruppe für einen Termin in der Sprechstunde von Dr. Conny entschieden haben.

Kinder sind immer dabei

Nach der Geburt ihrer Tochter Ruweyda am 27.01.2017 hat auch endlich wieder Saafiyo unsere Selbsthilfegruppe besucht. Alle haben sich sehr darüber gefreut und das kleine Mädchen bewundert. Auch Ayan war mit ihrer Tochter da. Und einen kleinen Mann hatten wir ebenfalls in unserer Runde. Raagiya, die im Januar 2017 bei uns im Krankenhaus Waldfriede entbunden hat, brachte ihren Sohn mit. Schon wieder sind einige Frauen schwanger. Der Babyboom im DFC wird uns also auch weiterhin viele glückliche Momente bescheren.

Leider ist auch ein bisschen Bürokratie in unsere Selbsthilfegruppe gekommen. Zunehmend muss unser Team nun auch Bescheinigungen für das BAMF – Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ausstellen. Aber gut, dann bestätigen wir halt dem Amt, dass unsere Frauen regelmäßig an der Selbsthilfegruppe teilnehmen.

Der Mai wird spannend

Auch im Wonnemonat Mai wird wieder viel über unser Desert Flower Center Waldfriede zu berichten sein. Über Kälte und schlechtes Wetter wird unser Team dann aber garantiert nicht klagen. Denn in wenigen Wochen heißt es wieder Koffer packen und ab nach Kenia zu Dr. Mabeya und unseren Freunden im Gynocare Women’s & Fistula Hospital.

Davor sind wir am 10. Mai zur Verleihung der Louise Schroeder Medaille 2017 im Berliner Abgeordneten eingeladen und werden den diesjährigen Gewinnern von Herzen gratulieren. Am Donnerstag, den 11. Mai ist Dr. Conny bei Deutschlandradio Kultur zu hören. Eine ganze Stunde lang wird sie über weibliche Genitalverstümmelung sprechen und über unsere Arbeit im DFC berichten. Am 13. Mai trifft sich die DFC Selbsthilfegruppe zum 30. Mal!


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